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Eine Holzschleiferei von 1890 — und das Kraftwerk läuft noch
Unsere Werkstatt steht in einem Industriegebäude aus dem Jahr 1890, direkt am Fluss. Früher wurde hier Holz für die Papierherstellung geschliffen. Der Antrieb von damals arbeitet bis heute — nur erzeugt er jetzt Strom.
Vom Schleifwerk zur Maschinenbauhalle
Das Gebäude gehörte einst zur Teisnacher Papierfabrik: Hier stand die Holzschleiferei, angetrieben von der Wasserkraft des Flusses, an dem sie gebaut wurde. 1998 ist Krönauer Maschinenbau hier eingezogen — sechs Jahre nach der Gründung des Betriebs.
Die Entscheidung fiel nicht wegen der Größe der Halle, sondern wegen dem, was bereits da war: ein funktionierendes Wasserkraftwerk. Für einen Betrieb, dessen Kerngeschäft Wasserkraft ist, gibt es kaum einen passenderen Standort.
Der Showroom hinter der Glaswand
Wer die Montagehalle betritt, hört zuerst ein feines Surren. Der Blick wandert dann fast von selbst durch eine Glaswand in den angrenzenden Technikraum, in dem das Kraftwerk arbeitet. Kein Prospekt und keine Referenzliste erklärt so schnell, worum es hier geht.
Für uns ist das mehr als Kulisse. Eine eigene Anlage im Dauerbetrieb heißt: Wir erleben selbst, was Verschleiß bedeutet, wie sich eine Steuerung im Winter verhält und was ein Stillstand kostet. Diese Erfahrung fließt in jede Reparatur und jeden Umbau ein, den wir für Kunden ausführen.
Zwei Kraftwerke, ein Fundament
Der Standort ist nicht das einzige Kraftwerk im Haus. Bereits 1979 hatte Heinz Krönauer die Leitung des Wasserkraftwerks Marienthal übernommen. 1995 kam eine Pappenfabrik in Thüringen dazu, die bis 1997 modernisiert wurde; seither produziert sie mit neuen Kaplanturbinen wieder Strom.
Betreiber und Hersteller in einem zu sein — daraus ist über rund fünfzig Jahre das Fundament dieses Unternehmens geworden.
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